Was passiert, wenn man Snus verschluckt?

Die kleinen mit Tabak gefüllten Snus Beutel sind äusserst praktisch, da sie bereits vorportioniert sind und sofort zur Anwendung bereitstehen. Doch was passiert, wenn Snus aus Versehen verschluckt wird? Wir geben dir ein paar Tipps, was du in einem solchen Fall tun solltest und wann ein Arzt kontaktiert werden muss.

Das Wichtigste in Kürze:

       Snus eignet sich unter keinen Umständen zum Verzehr

       Sollte Snus verschluckt werden, können unangenehme Symptome auftreten

       In schweren Fällen ist sogar eine Nikotinvergiftung möglich

       Bei Kindern und Haustieren muss umgehend ein Notarzt gerufen werden

Snus verschluckt? Was tun?

Snus ist ein orales Tabakprodukt, das beim Konsum unter die Oberlippe platziert wird. Die Beutel aktivieren durch den Speichel ihre Wirkung und müssen weder gekaut noch geschluckt werden. Da sie sich direkt im Mund befinden, ist ein versehentliches Verschlucken nicht auszuschliessen.

Die gute Nachricht: Selbst wenn du Snus verschluckst, ist es in der Regel nicht allzu tragisch. Du solltest jedoch genau auf deine Symptome achten und einen Arzt kontaktieren, wenn sie stärker werden oder zu lange anhalten. Bei Kindern und Haustieren sieht das ganze anders aus, hier sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

Welche Symptome sind beim Verschlucken von Snus möglich?

Nikotin ist ein Nervengift, das unterschiedliche Wirkungen im Körper auslöst. Vor allem der Magen reagiert auf die direkte Einnahme empfindlich, weshalb tabakhaltige Produkte nicht verzehrt werden sollten. Es sind eine Reihe von Symptomen möglich, wenn Snus verschluckt wird. Zu diesen gehören:

       Milde Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Durchfall, Sodbrennen, Blähungen

       Schwere Symptome: Kreislaufprobleme, Muskelzucken, Atembeschwerden, Krampfanfälle, Herzrasen, starkes Schwitzen

Wie schwer die Symptome ausfallen, hängt sowohl von der Nikotinstärke der Produkte als auch von deiner Nikotintoleranz ab. Menschen, die regelmässig Nikotin einnehmen, haben eine höhere Toleranz als Menschen, die keine Erfahrung mit solchen Produkten haben.

Ab wann es zu einer Nikotinvergiftung kommen kann

Eine Nikotinvergiftung wird bei einem Erwachsenen durch hohe Mengen Nikotin ausgelöst, die auf einmal aufgenommen werden. Bei Menschen, die normalerweise keinen Nikotin konsumieren, liegt die Menge bei etwa 60 mg Nikotin. Bei erfahrenen Snusern liegt der Grenzwert etwa bei der doppelten Menge. Bei Kindern liegt der Wert deutlich niedriger, weshalb in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Durch einen Snus Beutel mit handelsüblichen Dosierungen werden diese Werte im Normalfall bei Erwachsenen nicht erreicht. Das heisst jedoch nicht, dass Snus ohne Probleme verschluckt werden kann. Die Produkte eignen sich ausdrücklich nicht zum Verzehr, genauso wenig wie Zigaretten, Kau- oder Schnupftabak.

Wie man eine Nikotinvergiftung erkennt

Die Symptome einer Nikotinvergiftung können genauso wie beim Verschlucken von Snus entweder mild oder stark ausfallen. In milden Fällen sind Zittern, Schwindel, Erbrechen und Kopfschmerzen möglich. Bei starken Fällen kann es zu Krampfanfällen, Lähmungen und Kreislaufzusammenbrüchen kommen.

Bei leichten Nikotinvergiftungen nehmen die Symptome nach ein bis zwei Stunden ab. Bei schweren Vergiftungen ist schnelles Handeln und die Hilfe eines Arztes erforderlich. Im Zweifelsfall solltest du die Giftnotrufzentrale einschalten und dich beraten lassen.

Snus verschluckt?

Snus wird oral eingenommen und ist nicht zum Verzehr geeignet. Sollte Snus aus Versehen verschluckt werden, sind unangenehme Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel möglich. Bei Menschen mit einer niedrigen Nikotintoleranz kann das Verschlucken von Snus eine Vergiftung auslösen. In solchen Fällen sollte immer der Notarzt verständigt werden.

Snus & körper

Was passiert, wenn man Snus verschluckt? - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Du solltest deine Symptome im Auge behalten und einen Arzt verständigen, wenn diese nicht besser werden. Du solltest ausserdem viel Wasser trinken, um das Nikotin im Magen zu verdünnen und den Stoffwechsel anzuregen. Ein Erbrechen sollte nicht erzwungen werden, da es den Magen reizt.
Bei leichten Fällen klingen die Symptome bereits nach ein bis zwei Stunden ab, bei schweren Fällen können sie über 24 Stunden andauern.
Die ersten Symptome setzen in der Regel 15 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein. Bei Kindern können sie sofort beginnen, weshalb schnelles Handeln erforderlich ist.